Überraschung bleibt aus

Am ersten Adventswochenende reisten die Damen aus dem Geiseltal in die Hauptstadt, um gegen ein Team aus der Tabellenspitze, SG Rotation Prenzlauer Berg, anzutreten. Während man die erste Hürde: Parkplatzsuche in der randvollen Berliner Innenstadt recht zügig meisterte, konnte man die zweite Aufgabe: Tabellenpunkte nicht bewältigten. Der SV Braunsbedra trennte sich von RPB Berlin mit einer 1:3 Niederlage. MVP wurde seitens der Gastgeber Elisabeth Jäger (MB) bzw. Melanie Kuhrig (AA) von Braunsbedra.
Zunächst sei erwähnt, dass die SVB-Damen gelassen an das Spiel herangehen konnten, denn die vergangenen Wochenenden brachten genug Punkte, um dem direkten Abstiegsgedanken erst einmal aus den Augen zu verlieren. Für die Berlinerinnen hingegen ist jeder Punkt im Konkurrenzkampf gegen den VSV Havel Oranienburg wichtig.
Die Drucksituation der Favoriten konnten sich die Mädels aus Braunsbedra zunächst zunutze machen. Im ersten Satz spielten sie frei, druckvoll und hochmotiviert auf, währenddessen das Spiel der Berlinerinnen eher von Fehlern geprägt war. So gelang es zur Überraschung aller, dass die Underdogs aus dem Geiseltal den ersten Satz mit einem deutlichem 25:16 für sich entschieden.
Der Überraschungseffekt der Mädels aus Braunsbedra war im zweiten Abschnitt leider wieder vorüber. Zu viele Aufschlagfehler auf der eigenen Seite gaben dem Tabellenersten Selbstbewusstsein, welches er in den eigenen Aufschlag und Angriff investierte. Der Druck der Berlinerinnen war nun zu groß, sodass der eigene Spielaufbau wesentlich schwerer fiel. Mit 16:25 ging der 2. Satz der Partie an den RPB Berlin. Nach Abpfiff wurde Spieler-Trainerin Kristin Rumi leider mit einer Gelb-Roten Karte des Spielfeldes verwiesen, sodass sie anschließend die Begegnung vom Strafhocker verfolgen musste. Dem nicht genug ist sie mit der Hinausstellung für das nächste Pflichtspiel gesperrt und fehlt damit zum Heimspiel am 16.12.2018 gegen den BBSC II.
In Satz drei erfolgte auf Seiten der Braunsbedraerinnen ein Zuspielwechsel, der nochmals neuen Wind in die Partie bringen sollte. Lange konnte mit den Berlinerinnen mitgehalten werden (18:17). Zum Satzende bewiesen sie jedoch, weshalb sie an die Tabellenspitze gehören: Mit druckvollen Aufschlägen, guter Blockarbeit und schlagkräftigen Angriffen wird es jedem Gegner der Liga schwer gemacht. Folglich mussten dieser und der nächste Satz mit 25:20 bzw. 25:17 an die deutlich besseren Berlinerinnen abgegeben werden. Diese 1:3 Niederlage kann bei einem so starken Gegner trotzdem als Erfolg angesehen werden.

Nach neun Spielen mit zwei Siegen und sieben Niederlagen schließen die SVB-Damen die Hinrunde auf dem 8. Tabellenplatz und damit auf einem Nicht-Abstiegsplatz ab.
Bereits in zwei Wochen beginnt die Rückrunde der zweiten Drittliga Saison des SV Braunsbedra mit der Partie gegen ein weiteres Top-Team aus Berlin. Das Hinspiel gegen die Bundesligareserve des BBSC verloren die Geiseltalerinnen noch mit 3:0. Nun ist man gespannt, ob sich die nächste Begegnung ausgeglichener gestaltet. Spielbeginn am 3. Advent ist 16.00 Uhr. Alle Volleyballbegeisterten sind jedoch bereits ab 12.00 Uhr herzlich willkommen in der Geiseltalhalle St. Barbara. Hier ist Anpfiff des Sachsen-Anhalt Derbys in der Regionalliga der Herren: Chemie Volley Mitteldeutschland II gegen USC Magdeburg.


SVB Damen I