Den Titelanwärterinnen nicht gewachsen

Am Sonntag, den 03.02.2019 versammelten sich die Damen vom VSV Havel Oranienburg und SV Braunsbedra in der Geiseltalhalle zum Volleyballspiel der Dritten Liga Nord. Oranienburg als Tabellenzweiter galt in dieser Partie als klarer Favorit, wobei die Geiseltalerinnen – wenn man an die Spiele gegen TSV Tempelhof-Mariendorf oder den BBSC denkt – nicht unterschätzt werden sollten. Letztendlich setzten sich die Gäste jedoch erwartungsgemäß mit einem 3:1 (17, -17, 20, 19) Sieg gegen das Heimteam durch. Den Titel des „Most Valuable Player“ erhielten Annika Zülow (VSV) bzw. Thora Bauer (SVB).

In veränderter Startaufstellung begann der erste Satz mit dem heimischen Publikum im Rücken leider mit wenig Energie, Abstimmungsschwierigkeiten und zu vielen Aufschlagfehlern seitens des SVB. Die Gäste aus Oranienburg dominierten von Beginn an die Partie und sicherten sich unbefangen mit 25:17 den ersten Satz. Nach einer motivierenden Ansprache des Trainertrios in der Satzpause begann der zweite Abschnitt deutlich besser. Der eigene Aufschlag sowie die disziplinierte Blockarbeit verunsicherten den Spielaufbau der Brandenburgerinnen, sodass man einen Vorsprung erarbeiten konnte, der den ganzen Satz über hielt (6:2,11:6, 20:15). Verdient glich der SV Braunsbedra mit 25:17 das Satzverhältnis aus.
An dieser Stelle hätte man genug Selbstvertrauen für den dritten Satz gesammelt haben müssen, um dem VSV weiterhin druckvoll zu begegnen. Doch stattdessen brachten Eigenfehler im SVB-Paradeelement „Aufschlag“ und viele Abwehrprobleme den Gegner aus Oranienburg zurück ins Spiel. Die Zwischenstände spiegeln die Auf und Ab´s wieder (7:13, 11:13, 15:17, 15:19, 17:22). Langfristig schafften die Anweisungen in der Auszeit und die drei Spielerwechsel seitens der Geiseltalerinnen nicht den erwünschten Erfolg. Auf dem Weg zum Satzgewinn ließ sich der VSV von nichts mehr abbringen (25:20).
Als letzten Versuch startete das Trainerteam des SV Braunsbedra mit einer anderen Aufstellung in den vierten Satz, um die führenden Oranienburgerinnen mit einem Wechsel auf der Außen-/Diagonalposition vor eine neue Aufgabe zu stellen. Leider entstanden hierdurch erneut Unstimmigkeiten in Annahme und Abwehr. Zudem fiel es weiterhin schwer bei der beweglichen und gutstehenden Abwehr des VSV Havel Oranienburg einen eigenen Angriffsball durchzusetzen. So musste mit 25:19 auch der letzte Satz an die Gäste zum Spielgewinn abgegeben werden.
Auch wenn die 3:1 Niederlage gegen die Titelanwärterinnen aus Brandenburg zu erwarten war, ärgerten sich die Damen des SV Braunsbedra sehr darüber nicht die Leistung der vergangenen Heimspiele gezeigt zu haben. Mit etwas mehr Kampfgeist, Mut und Cleverness wäre man an diesem Sonntagnachmittag vielleicht nicht punktlos vom Feld gegangen.
Nun erwartet die Damen eine vierwöchige Ligapause, in der vor allem an der Abwehr- und Angriffsverhalten gefeilt sowie mit Hilfe von Trainingsspielen die Spielpraxis aufrecht erhalten werden soll.

SVB Damen I